fz-Home




Sicherheit im Web
Antivirus
sog. E-Mail-Viren (Hoaxes)


Software
Java / JS
Microsoft
Win 32
Win 3.1x
macOS
Unix
Amiga
OS/2, Atari, NeXT,...
Hoax-Liste
Extra-Blätter
  © Frank Ziemann  –  Update: 11.09.2009
 Hoax-Info   Hoax-Liste   Weblog   Extra-Blätter   Sicherheits-Updates   E-Mail Hilfe   Presse 
erstellt: 06.07.2002
Update: 11.09.2009

Extra-Blatt

Wurmeier im Kebab?

Kettenbrief verbreitet unappetitliche Fotos

In einem Kettenbrief wird vor Gesundheitsgefahren durch Wurmeier in Döner Kebab gewarnt. Ein sehr unappetitliches Foto des angeblichen Wurms wird auch gleich mitgeliefert.

Hier der Originaltext der Mail:

Subject: Lust auf ein  Kebab??

Wer von Euch isst Kebab??

Eine Studie im November 2001 der deutschen Lebensmittelkontrolle hat
bei Qualitätsüberprüfungen festgestellt, dass in jedem 10. Kebab, aus
dem Proben entnommen wurden, Wurmeier zu finden sind. Diese Eier und
entstehenden Larven sind gegen Magensäure resistent!!!

Sie haben die gleichen Eigenschaften wie unser heimischer
Fuchsbandwurm, d. h. er frisst sich langsam durch den Körper auf dem
Weg zum Gehirn.

Die Person stirbt aus unerklärlichen Gründen, da sie bis zu diesem
Zeitpunkt die monatelange Wurmwanderung in ihrem Körper nicht spührt.
Diese Eier in 10 % der deutschen Kebabproben entstehen durch das lange
Warmhalten am Spiess.


(See attached file: SINEK.jpg)

Warnung: Das Foto ist wirklich unappetitlich!

Anmerkungen
Schon der letzte Satz ist Unsinn - woraus sollten die Eier denn entstehen?! Wurmeier entstehen ja nicht erst irgendwie (aus was denn?!), sie sind schon da (oder eben nicht).

Die Eier von Bandwürmern halten Temperaturen bis max. 60 Grad aus, das dürfte spätestens bei der Zubereitung des Kebab überschritten werden.

Das mit dem Fuchsbandwurm stimmt so auch nicht. Der frisst sich nicht ins Gehirn, sondern die Larven, die sich aus den Eiern entwickeln, zerfressen die Leber.
ext. LinkBayrische Staatsforstverwaltung

Die Fotos stammen von einer ext. LinkWebsite, die sich mit der Dasselfliege (Dermatobia hominis) befasst, deren Larven auf den Bildern zu sehen sind. Die Eier werden von den weiblichen Dasselfliegen auf andere Fliegen oder Moskitos übertragen. Wenn diese auf einem geeigneten Wirt landen, schlüpfen die Larven und graben sich in die Haut. Vorkommen: Zentral- und Südamerika.

Eine andere, ähnliche Geschichte mit den gleichen Fotos kursiert in den USA und ist möglicherweise ein Vorfahre der o.g. Geschichte: ext. LinkUrbanLegends.About.
zurück zur Hoax-Seite | zur Hoax-Liste